Geschichte

 

 

Bereits 1954 folgt Willi Lonny, zu dieser Zeit noch Mitglied der Marine-Kompanie, dem Appell des Vereinsvorsitzenden Josef Kohtes, neue Kompanien ins Leben zu rufen.

 

Wilhelm Lonny erinnert sich daran, dass der Strümper Schützenverein ursprünglich einmal den Namen „St. Hubertus-Schützenverein“ trug. Mit der festen Absicht, diese Tradition nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, macht er sich auf die Suche nach Gleichgesinnten. Die findet er auch rasch in der Gartenstraße, dem heutigen Lönsweg. Es kommt zur Gründungsversammlung der Hubertus-Jäger in der Gaststätte Spickmann, die dann auch gleichzeitig als Wachlokal dient. Zur Urmannschaft gehören Willi Lonny, der zum ersten Hauptmann gewählt wird, Gerhard Friede (Spieß), die Brüder Josef und Karl Hoffmann, Gregor Harmuth, Oskar Teige, Helmut Hüsges und Werner Schmithuisen.

Von Anfang an ist für Willi Lonny die Einbeziehung junger Männer aus dem deutschen Osten ein zentrales Anliegen. Bereits das Gründungsteam stellt eine ausgewogene Mischung von Rheinländern und Heimatvertriebenen aus Schlesien dar. Dies ist sicher keine reine Selbstverständlichkeit und ein wichtiger Schritt für die Integration neuer Dorfbewohner. Aus Fremden werden schnell Freunde. Ihren ersten offiziellen Auftritt hat die neue Kompanie beim Königsvogelschießen 1955. Die erste Teilnahme an einem Schützenfest findet im selben Jahr im Nachbarort Lank statt. Man spürt, dass diese Kompanie darauf brennt, sich für das Schützenwesen einzusetzen und dass die jungen Männer mit Freude an die Jahrhunderte alte Schützentradition anknüpfen. Zunächst noch mit weißen Hosen zum Grünen Rock, später verständigt man sich auf die pflegeleichteren schwarzen Hosen. Die Hubertus-Jäger finden schnell Freude an ihrer neuen Berufung, die Kompanie wächst in wenigen Jahren zur größten innerhalb des Vereins. Besonders wichtig ist für die Hubertusjäger von Anfang an die Übernahme kirchlicher und sozialer Aufgaben, wie zum Beispiel das Tragen des Baldachins bei der Fronleichnamsprozession (seit 1957) und der Fahne des Heimat- und Schützenvereins (seit 1959).

 

Alljährliche Höhepunkte sind der Hubertusabend im November sowie der Vatertagsausflug.

 

Ein besonderes Jubiläum, nämlich das goldene, konnten die Hubertus-Jäger 2004 groß feiern. Hierbei sorgte die Coverband Partyland für Festivalstimmung im Dorf.

 

Die Hubertus-Jäger-Kompanie, die zur Zeit 34 Mitglieder umfasst, wird geführt von ihrem 1. Vorsitzenden Gerd Vasen, sein Stellvertreter ist Ralf Droll. Florian Hoffmann ist Schriftführer der Kompanie, Tom Burmann Beisitzer und Andreas Roßbruch Kassierer. Oliver Kuller fungiert als Chronist. Schirmherrenpaar Elisabeth und Eberhard Höll fördern seit Jahren die Kompanie. Spieß der Kompanie ist Jörg Schreiber. In den schützenfest- und vogelschießfreien Jahren findet regelmäßig ein Ausflug der Kompanie statt. Tolle Touren führten an Rhein, Ahr, Mosel, Xanten, Kalkar und ins Münsterland. Gute Stimmung ist hier garantiert. Nicht nur beim Feiern und Ausfliegen, sondern auch beim Rosendrehen und Eierbraten sind die Hubertusjäger mit Herz und Seele bei der Sache.